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ISBN/EAN: 978-3-96233-391-1
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
212 S.
Format (T/L/B):
2 x 30.8 x 24.8 cm

Hersteller:
Allitera bei Buch & Media GmbH
info@buchmedia.de
Ruffinistr. 21
DE 80637 München


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Majestätisch kuren

Bayerns Hofbäder, Mit Faltblatt 'Genealogie der Wittelsbacher'

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Beschreibung

Die Geschichte vieler Kurorte und ihrer Bäder reicht weit zurück. Bereits die Römer nutzten Orte mit warmen oder mineralischen Quellen zu Heilungszwecken. Im Hochmittelalter verwöhnte die Burgherrin ihre hohen Gäste in einem Zuber. Herzog Ludwig der Reiche hatte die Befürchtung, seine Gattin Amalie könnte von einem Nebenbuhler im Burghauser »Badstübl« beobachtet und verführt werden, und erließ deshalb eine neue Hofordnung. Richtig in Mode kamen die »Hofbäder« erst infolge des Einflusses der italienischen Renaissance ab dem 16. Jahrhundert. Die bayerische Kurfürstin Henriette Adelaide kam aufgrund ihrer lang anhaltenden Kinderlosigkeit zu einer Kur nach Bad Heilbrunn - mit Erfolg. Skandalöse Liebschaften (die »Kurschatten«) waren in den Bädern keine Seltenheit. Davor waren weder der Philosoph Friedrich Wilhelm von Schelling in Bad Bocklet noch gekrönte Häupter wie König Ludwig I. in Bad Brückenau oder Zar Alexander II. in Bad Kissingen gefeit. Der Erste Weltkrieg beendete schließlich das mondäne Leben aller Kurorte und die Bezeichnung »Hofbad« ist heute vielerorts vergessen. Doch ohne die enge Beziehung der Fürsten, Könige und Kaiser zu Bayerns Kurorten wäre deren Existenz und prächtige Ausstattung, wie sie heute noch zu erleben, sind nicht denkbar.

Über Bernhard Graf

Bernhard Graf, geboren in Landshut, promovierte in Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik. International bekannt geworden ist er durch seine zahlreichen Dokumentarfilme im Bayerischen Rundfunk. Er lehrt als Dozent seit vielen Jahren an den Universitäten in München und Darmstadt und setzt sich kritisch mit der Darstellbarkeit von Geschichte in Film und Fernsehen auseinander. Im Allitera Verlag erschien von ihm zuletzt 'Das Haus Wittelsbach und die Fotografie' (2022).